Dienstag, 16. November 2010

Ich mach dir gleich Licht ans Rad!

Habe ich eigentlich schon erzählt, dass mein tolles Fahrrad wieder funktioniert, nachdem das Schloss ein bisschen Öl gefressen hat... und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich keine Ahnung habe wie mein Licht funktioniert. Heute ist das beste Beispiel dafür...im Hellen losgefahren und in der Dämmerung nach Hause...und mitten bei der Fahrt, als es dunkler wurde, ging mein Licht an... Schön und gut, aber wieso??? Das Fahrrad hat keinen Dynamo, ich seh keine Solarzelle und das hat auch keine 30 Euro gekostet...Es ist offensichtlich ziemlich alt und hat trotzdem ne Automatik zum Dunkelheit erkennen??? Ich versteh es nicht. Ich hoffe nur, es geht nie kaputt weil ich keine Ahnung hätte, wie ich das reparieren soll^^

Ansonsten komme ich jetzt endlich mal in Lernen rein, da wir auch die nächsten Wochen die Zwischenklausuren schreiben. Und nebenbei wollen wir noch Musik machen, Wandern gehen und nach Kyoto...also volles Programm. Es wird hier wirklich nicht langweilig.

Apropos Musik: すてきステーキhat endlich einen Drummer. Jetzt fehlt uns nur noch ein Bassist, dann können wir die Bühne rocken^^ Und auch unser erstes selbstgeschriebenes Lied nimmt langsam Gestalt an.

Ansonsten ist es mittlerweile hier ordentlichst kalt. In der Sonne lässt es sich aushalten aber sonst benutze ich bereits meine Winterjacke, zumal ich die Erkältung noch nicht ganz los bin. Ich hatte eigentlich auch nicht geplant so früh schon heizen zu müssen, aber das Zimmer kühlt tatsächlich sehr sehr schnell aus.

Im Übrigen scheinen in Japan mehr Canadier rumzulaufen als woanders. Heute im Supermarkt sprach mich eine Frau an, ob ich Englisch spreche und Japanisch verstehen würde, weil sie wissen wollte ob die Nivea Creme für Gesicht oder für die Hände ist. Stellte sich raus: Carol war aus Canada... sehr amüsant.

Ich versuche immernoch mich mit Japanisch durchzuschlagen aber ab und zu verliere ich deutlich den Mut, und wir machen zwar Woche zu Woche Fortschritte mit unseren Bekanntschaften bei den Keion-Leuten, aber ob wir jemals hier wirklich ne Freundschaft knüpfen können steht noch in den Sternen, denn so unpersönlich sind die Japaner ja doch.

Aber wir sind alle glücklich hier zu sein und werden die kommende Zeit so viel wie möglich genießen.

Soweit sogut

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